Über mich

Werdegang, Qualifikationen, Grundhaltung

Akademischer Hintergrund

  • Seit 2011: Doktor der Philosophie (summa cum laude), Thema: „Integrierte Konfliktbearbeitung im Dialog“ (Viadrina Europa-Universität, F. a. d. O.)
  • Seit 2007: M.A. Friedens- und Konfliktforschung, Fachrichtung: Methoden mediativer Konfliktbearbeitung (Philipps-Universität Marburg)
  • Seit 2005: Diplom-Sozialwirt, Fachrichtung Sozialökonomie
    (Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik

Berufliche Stationen

  • Seit 2019: Mitgliedschaft und Beratungstätigkeit im Zukunftskreis des BMBF
  • Seit 2018: Mitglied der European School of Governance
  • Seit 2017: Wissenschaftlicher Mitarbeiter in Teilzeit an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder). Forschungsschwerpunkt: Systemischer Wandel. Zweite Doktorarbeit zum Thema „Komplexitätsbewältigung und Kommunikation“
  • Seit 2017: Trainer der AIZ. Schwerpunkt: Stressmanagement und Traumabewältigung.
  • Seit 2016: Beratung und Training von Kliniken. Schwerpunkt: Kultursensibler Umgang mit ausländischen Patient/innen
  • Seit 2014: Geschäftsführender Partner der PROTECTIVES GbR. Schwerpunkt: Trainer für Deeskalation und Prävention im Kontext von Gewalt am Arbeitsplatz.
  • 2014-2017: Partner der GRUNDIG-Akademie Nürnberg. Schwerpunkt: Trainer für Konfliktmanagement im Lehrgang „Systemische Organisationsentwicklung“ sowie Resilienzcoach für Führungskräfte.
  • Seit 2013: Lehrerfahrung an über einem Dutzend Hochschulen zu unterschiedlichen Themen im Bereich innere und äußere Kommunikation (s. Lehre).
  • Seit 2012: Mitglied der Forschungsgruppe Ethisch-ökologisches Rating
  • 2012: Gründungspartner der Akademie für Empathie GbR. Schwerpunkt: Supervision von Berater/innen des Netzwerks der Akademie.
  • Seit 2012: Partner der DENKBANK GbR. Schwerpunkt: Berater und Trainer für organisationale Resilienzförderung, Multidisziplinarität und organisationale Konfliktbearbeitung.
  • 2011: Consultant der Joschka Fischer and Company GmbH
  • 2010: Wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Berghof Conflict Research

Kooperationen

Ausbildungen

 

Berufliche Grundhaltung

Weitere Zertifikate

  • Becoming a Resilient Person: The Science of Stress Management and Promoting Wellbeing (edX, University of Washington)
  • U.Lab: Transforming Business, Society and Self (edX, Presencing Institute)
  • Resilience in Children (Coursera, University of Michigan)
  • Desaster Preparedness (Coursera, University of Pittsburg)

Um es kurz zu machen: Ich bin überzeugt davon, dass jedes Problem Chancen zur eigenen (Weiter-)Entwicklung birgt und dass wir alle bereits das nötige Wissen mitbringen, um dieses Thema bestmöglich zu lösen. Sowohl als Individuum als auch im Kollektiv. In der Forschung und in der Beratungspraxis sehe ich meine Rolle darin, dieses Wissen für gute Problemlösungen nutzbar zu machen. Unter „guter Problemlösung“ verstehe ich, wenn die Bedürfnisse der Betroffenen (also ihre tieferen Anliegen) bestmöglich erfüllt werden können.

Als Forscher bin ich überzeugt davon, dass keine Einzeldisziplin (wie z.B. Soziologie, Psychologie, Betriebswirtschaftslehre) ausreicht, um aktuelle komplexe Herausforderungen (wie z.B. Konflikte, organistionalen Wandel, Finanzkrisen) hinreichend zu verstehen. Es wird nicht ausreichen, innerhalb des beschränkten Blickwinkels von Einzeldisziplinen weiter zu forschen. Es braucht theoretischer und praktischer Zusammenführung der vielfältigen Beiträge dieser unterschiedlichen Einzeldisziplinen. Erst dadurch ergeben sich Einsichten über die übergreifenden Zusammenhänge. Die disziplinübergreifende Forschung und Beratungspraxis stecken aber noch in den Kinderschuhen.

Als Berater bin ich davon überzeugt, dass eine kluge, situationsadäquate Kombination unterschiedlicher Interventionsansätze zu bestmöglicher Problemlösung beitragen kann. Es geht vor allem hier darum, bereits vorhandene Ressourcen der Betroffenen zu aktivieren (und gegebenenfalls zu entwickeln), damit sie ihre Ziele selber erreichen können. In der Zusammenarbeit mit meinen Klient/innen konzentriere ich mich vor allem darauf, ihre tieferliegenden Kompetenzen zu aktivieren. Ich nenne sie arbeitshypothetisch „Universalkompetenzen“, weil ich davon ausgehe, dass sie bereits in uns schlummern und – und das ist so praktisch daran – auf eine Vielzahl unterschiedlicher Situationen anwendbar sind. Ein wesentlicher Schlüssel dazu ist das Erreichen eines Zustands der inneren Zentrierung und das Ausrichten der eigenen Intention. Das klingt etwas „esoterisch“, ist aber meiner Erfahrung nach sehr banal und jedermann/-frau zugänglich. Im Folgenden drei unterschiedliche und einfach gehaltene Beispiele:

Beispiel 1: Dreißig Studierende mussten in meiner Lehrveranstaltung eine Abschlusspräsentation halten und äußerten im Vorfeld, dass sie Angst vorm öffentlichen Sprechen hätten und dass sie darin nicht gut seien. Ich fragte sie nach Situationen in ihrer Erinnerung, in denen sie mit Begeisterung jemand anderem von etwas berichtet hätten; nach Situationen, in denen sich das Erzählen „ganz leicht“ anfühlte und in denen sie andere Personen dazu gebracht hätten, ihnen begeistert zuzuhören. Wenn Sie sich an ein solches Erlebnis erinnern könnten, würde dies beweisen, dass sie die benötigte Kompetenz bereits in sich tragen. Der nächste Schritt bestand dann darin, diesen Zustand auch beim anstehenden Vortrag vor der Klasse herbeizuführen. Das Ergebnis: Alle Studierende hielten durchweg enthusiastisch vorgetragene, sehr gute Präsentationen.

Beispiel 2: Während einer Deeskalationsschulung in einer Behörde wollten die Teilnehmer/innen möglichst viele Kommunikationstechniken lernen, um eskalierenden Situationen im Kundenverkehr vorzubeugen. Dabei fiel ihnen auf, dass sie viele der Techniken bereits intuitiv umsetzten und dass sie dann „automatisch alles richtig“ machten, wenn sie die aufrichtige Intention hatten, nichts persönlich zu nehmen, das Problem des aggressiven Gegenübers nachzuvollziehen und ihm professionell zu helfen. Dies erschien ihnen als Beleg dafür, dass Ausrichten der eigenen Intention und die innere Verfassung möglicherweise schwerer wiegen als bloßes Erlernen von Techniken. Neben Technikvermittlung fokussierten wir daher vor allem darauf, die Fähigkeit zu entwickeln, auf Abruf einen Zustand innerer Zentriertheit zu erlangen, der es einerseits ermöglicht, gelassener in Stresssituationen zu sein und damit mehr Kapazitäten zu haben, empathisch auf andere einzugehen.

Beispiel 3: Mehrere Expert/innen unterschiedlicher Disziplinen kamen in einem von mir moderierten Workshop zusammen, um gemeinsam ein komplexes Problem zu erörtern und innovative Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Dabei stellten die Teilnehmer/innen fest, dass sie zu besonders guten Ergebnissen kamen, wenn sie alle einen Zustand der inneren Zentrierung erzielten (in diesem Fall reichte bereits eine 3-Minuten-Meditation aus). Statt einer kräftezehrenden Debatte, bei der jede/r auf seinen/ihren Standpunkt beharrte, erreichte die Kommunikation eine tiefe dialogische Qualität, in der jede/r Teilnehmende auf die Ideen der anderen konstruktiv und kreativ Bezug nahm und sich aus der Kombination ihrer unterschiedlichen Perspektiven heraus neue Ideen und Einsichten ergaben.

RÜCKRUF-SERVICE

Mehr Wissen – schafft mehr Vertrauen.

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8 + 7 =

Nicht die Dinge (in ihrer Materialität) selbst beunruhigen uns, sondern die Vorstellungen von den Dingen (d.h. der Sinn,
den wir ihnen verleihen). 
Epiktet

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